Donnerstag, den 28. April 2016 um 15:25 Uhr

KinderUni Bayreuth oder "Wie macht man ein Computerspiel?" Hervorgehoben

Verfasst von  Redaktion

Bald ist es wieder so weit - die KinderUni in Bayreuth öffnet wieder ihre Pforten für Kinder der 2. bis 6. Klassen. Vom 15.06. bis 06.07.2016 werden einmal pro Woche  wissenschaftliche Phänomene wieder kindgerecht erklärt. 2016 jährt sich die Veranstaltung zum 10. Mal und wir haben Ursula Küffner, Mitarbeiterin der Serviceabteilung Presse, Marketing & Kommunikation an der Uni Bayreuth, zur Jubiläums-KinderUni befragt.



 

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Frau Küffner, die Bayreuther KinderUni geht in die 10. Runde. Was hat Sie damals bewogen, die KinderUni in Bayreuth anzubieten?


Angeregt wurde die Einrichtung einer KinderUni an der Universität Bayreuth vom Nordbayerischen Kurier. Die Hochschulleitung hat die Idee zur Einrichtung einer KinderUni von Anfang an unterstützt. Der damalige Vizepräsident Professor Dr. Franz Bosbach erhielt die Aufgabe, diese Anregung aufzugreifen. Die Einführung wurde von Professor Dr. Franz Bosbach und einem Team wissenschaftlich begleitet. Die KinderUni Bayreuth ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Stadt Bayreuth. Die Oberbürgermeisterin ist unsere Schirmherrin. Anfangs teilte sich ein größeres Team die Organisation der KinderUni. Seit 2011 gehört die Planung, Organisation und Durchführung der KinderUni zu meinen Aufgaben.


Ist es für die Dozenten schwierig, sich auf ein anderes Publikum einzustellen? Wie muss man ein Thema aufbereiten, damit es für Kinder verständlicher wird?

 

Nein, überhaupt nicht. Die meisten unserer Referenten der KinderUni haben sogar selbst Kinder im „KinderUni“-Alter und können sich sehr gut auf ein deutlich jüngeres Publikum einstellen.

 

Wie werden die Vortragsthemen ausgewählt?


Ich wähle fakultätsübergreifend 10 Professorinnen und Professoren aus. Die Kinder können dann per Coupon oder im Internet abstimmen. Die vier Referentinnen und Referenten mit den meisten Stimmen dürfen dann tatsächlich den Kinder-Vortrag halten. Dieses Jahr hatte in über 3.000 Stimmen. Das ist ein Rekordergebnis. (Die Stimmenzahl kann nicht durch vier geteilt werden, um die abstimmenden Kinder zu ermitteln, da viele Kinder nur eine oder zwei Stimmen vergeben).


Welches Thema ist bisher am besten aufgenommen worden? Welches fanden die Kinder nicht so interessant?

 

Es gab bis jetzt viele Themen, die bei den Kindern extrem gut angekommen sind. Es gab bis jetzt keinen Vortrag, der vielen Kindern nicht so gut gefallen hat. Große Begeisterung entsteht immer, wenn Tiere oder Experimente im Spiel sind. Aber auch geisteswissenschaftliche Themen mit kindgerechten Beispielen kommen immer gut an.


Bekommen Sie Feedback von den Eltern, dass die Kinder im Anschluss unbedingt eine akademische Laufbahn einschlagen wollen?

 

Ich bekomme oft Feedback von den Eltern, allerdings berichten sie meist, wie gut es ihren Kindern bei der KinderUni gefallen hat und blicken nicht so weit in die Zukunft. Außerdem berichten die Eltern davon, dass sie selbst durch die KinderUni zum Teil erstmals Kontakt mit der Uni haben und wir haben daraufhin mit einem speziellen Begleitprogramm für Eltern reagiert. In der Zeit, in der die Kinder die KinderUni-Vorträge hören, informieren sich die Eltern über Forschung, Studium und Campusleben an der Universität Bayreuth.


Welches Resümee ziehen Sie zu dem kleinen Jubiläum?

 

Ich freue mich, dass die KinderUni nach wie vor von den Kindern aus Bayreuth Stadt und Landkreis so gut angenommen wird. Wir haben vier Kinder-Vorlesungen im Jahr (vier Termine mittwochs zwischen den Pfingst- und Sommerferien immer von 17.15 bis 18.00 Uhr, diesmal am 15. Juni, 22. Juni, 29. Juni und 6. Juli). Zu jeder Vorlesung kommen auch bei heißen, sommerlichen Temperaturen an die 500 Kinder in den Audimax, unseren größten Hörsaal an der Uni, an manchen Tagen auch deutlich mehr.

 

 

Programm:

15. Juni 2016: "Trickkiste Chemie"

Prof. Dr. Matthias Breuning,

Professur für Organische Chemie

 

Prof. Breuning: "Kann man eine Banane als Hammer nutzen? Warum brennen manche Eiswürfel? Womit könnten sich Elefanten die Zähne putzen? Wieso färbt sich die Zitronenlimonade beim Schütteln blau und wird dann wieder farblos? Wie kann man (auch zu Hause in der Küche!) aus Blaukraut Rotkohl und Grünkohl machen? Gibt es Samen, die in einem Feuerball verbrennen? Und wie feurig kann Watte sein? Diese und weitere spannende chemische Experimente werde ich euch vorführen. Die dahinter stehende Chemie werde ich euch leicht verständlich und bildhaft erklären."

 

 

22. Juni 2016: "Wie macht man ein Computerspiel?"

Prof. Dr. Jochen Koubek

Professur für Angewandte Medienwissenschaft/ Digitale Medien

 

Prof. Koubek: "Ob auf der Konsole, dem Handy, dem Tablet oder dem PC, Computerspiele kennt jeder. Wie aber sieht es hinter der Oberfläche aus, wie werden Computerspiele entwickelt, wer macht was und welche Fähigkeiten muss man haben, um ein eigenes Spiel zu erstellen oder Teil eines Entwicklerteams zu werden? Im Vortrag wird ein Spiel in seine Bestandteile zerlegt und aus diesen wieder vollständig zusammengesetzt. Dabei werden alle wichtigen Bereiche vorgestellt, die für die Erstellung eines Computerspiels notwendig sind."

 

 

29. Juni 2016: "Alles Super bei den Metallen!"

Prof. Dr. Uwe Glatzel

Lehrstuhl für Metallische Werkstoffe

 

Prof. Glatzel: "Wir zeigen euch spannende Experimente mit Superlegierungen und Supraleitern aus Metall: Ihr erlebt eine schwebende Eisenbahn, seht wie sich ein Draht in heißem Wasser plötzlich zur Büroklammer verwandelt, erfahrt weshalb man mit einem glühenden Draht Licht und Wärme erzeugen kann und erlebt unsere spektakuläre 'Bio-Zitronen-Batterie', bei der durch eine typische Eigenschaft der Metalle, die Korrosion, Licht erzeugt wird. Unsere Super-Metalle werden euch begeistern!"

 

 

6. Juli 2016: "Geheimschriften und Mathematik Einblicke in die Kryptografie"

Prof. Dr. Michael Dettweiler

Lehrstuhl IV für Mathematik - Zahlentheorie

 

Prof. Dettweiler: "Wie kann ich eine Geheimschrift erfinden, die nur der Empfänger lesen kann? Wie kann ich sicherstellen, dass ein Telefongespräch von niemandem mitgehört werden kann? Wie kann man feststellen, ob ein Reisepass nicht gefälscht ist? Antworten auf diese Fragen gibt die Kryptografie: In der Vorlesung erkläre ich euch, wie man mit einfachen Grundrechenarten (Malnehmen und Teilen) geheime Botschaften erstellen und übermitteln kann."

 

Zuletzt geändert am Montag, den 02. Mai 2016 um 08:48 Uhr

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