Montag, den 29. Februar 2016 um 09:19 Uhr

Alle 4 Jahre wieder: Schalttag - Glücks- oder Pechbringer?

Verfasst von  Redaktion

 

Was haben Lena Gercke, der Rapper JaRule und der National-Fußballer Benedikt Höwedes gemeinsam? Sie alle haben am 29. Februar Geburtstag. Und das ist etwas ganz Besonderes, denn den sogenannten Schalttag gibt es ja nur alle 4 Jahre. Heute noch bedeutet der Tag aber für viele nicht nur Gutes ...

 

Der sogenannte Schalttag verlängert in Schaltjahren den Februar um einen Tag, weil die Erde nicht genau 365 Tage benötigt, um die Sonne zu umkreisen, sondern vielmehr 365 und 1/4 Tag. Würde man diesen 1/4 Tag nicht berücksichten, würde sich langsam aber sicher die Jahreszeiten verschieben und irgendwann wäre dann im Januar bei uns Hochsommer - und wer will das schon? Zu verdanken haben wir diese Regelung Papst Gregor XIII., der den regelmäßigen Schalttag eingeführt hat.

 

Vor allem im angelsächsischen Raum gibt es aber rund um den Schalttag viele Bräuche und Traditionen, Folklore und Aberglauben, die diesen Tag umgeben.

 

Es hagelt Hochzeitsanträge

Wenn man einer irischen Legende Glauben schenken mag, hat die Heilige Brigid mit dem Heiligen Patrick einen Deal geschlossen, der besagt, dass Frauen auch einen Heiratsantrag machen dürften und zwar alle vier Jahre am Schalttag. Bis zum heutigen Tag hält sich diese Tradition und so mancher Mann wartet mit seinem Heiratsantrag bis nach dem Schalttag, für den Fall, dass seine Liebste ihm die Arbeit abnimmt.

 

Es gibt Orte auf der Welt, in denen der Schalttag auch "Junggesellentag" (Bachelor Day) heißt. Von einem Mann wird erwartet, dass er eine Art Strafe bezahlt, wenn er den Antrag einer Frau an diesem Tag zurückweist. Im Mittelalter gab es sogar Gesetze, die besagten, dass ein Mann, der den Antrag einer Frau am Schalttag nicht annahm, verpflichtet gewesen sei, ihr zwölf Paar Handschuhe zu kaufen. Man nimmt an, diese Strafe rührt daher, dass die Frau so ihre Scham in Bezug auf ihren nackten Ringfinger verstecken konnte.

leapday

Die Tradition lebt - eine schottische Tortenbäckerin fragt in den sozialen Medien, ob sich jemand am Schalttag verlobt hat


 

Unglück in der Liebe

Für manche Schotten bedeutet ein Geburtstag am 29. Februar Unglück, so wie auch Freitag der 13. für viele ein Pechtag darstellt. Griechen treiben das Spiel noch weiter und sagen, es bringe sogar Unglück, in einem Schaltjahr zu heiraten. 

 

Club der 29.

Allen Unkenrufen zum Trotz ist es natürlich gar nichts Schlimmes, am 29. Februar Geburtstag zu haben. Es gibt sogar einen Club (Honor Society of Leap Day Babies), dem man als Schalt-Geburtstagskind beitreten kann. Laut dem Guiness Buch der Rekorde gibt es eine Familie, in der drei Generationen am Schalttag Geburtstag haben. In der Keogh Familie wurde Peter Anthony am 29.02.1940 in Irland geboren, sein Sohn Peter Eric in Großbritannien am 29.02.1964. Das Trio komplett machte Peter Erics Tochter, Bethany Wealth, die ebenfalls als Schalttag-Baby am 29.02.1996 geboren wurde.

 

Übrigens, die britischen Männer können sich zurücklehnen, wenn der Tag heute vorüber ist: Der nächste Schalttag ist erst wieder in vier Jahren am 29.02.2020.

 

 

Zuletzt geändert am Donnerstag, den 03. März 2016 um 13:13 Uhr

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